Gästeboom bei Verkehrsbüro Hotellerie

14.02 2017

Gästeboom bei Verkehrsbüro Hotellerie

Die Austria Trend Hotels der Verkehrsbüro Group verzeichneten 2016 österreichweit Zuwächse in allen Bereichen. Ein besonders starkes Plus gab es im Advent und über Weihnachten in den Stadthotels – speziell in Wien.

Vom anhaltenden Trend zu Städtereisen profitierten 2016 auch die zur Verkehrsbüro-Gruppe gehörenden Austria Trend Hotels – und über Weihnachten und Neujahr besonders deren Beherbergungsbetriebe in Wien. Die 27 Hotels in Österreich sowie Slowenien und der Slowakei legten 2016 gegenüber dem Jahr davor beim Umsatz um 6,0 Prozent auf 148,6 Millionen Euro zu; die Zimmerauslastung stieg um 3 Prozent von 75,4 auf 77,7 Prozent. „Wir haben uns damit besser als der Branchenschnitt entwickelt“, sagt der Verkehrsbüro-Generaldirektor Harald Nograsek. Erfreulicherweise sei es „gelungen, die Mehrwertsteuererhöhung bei Nächtigungen von 10 auf 13 Prozent weiterzugeben und höhere Preise durchzusetzen.“ Dies sei auch deshalb möglich gewesen, weil in den vergangenen Jahren zahlreiche Qualitätsverbesserungen – vom Bio-Frühstück bis zur Kopfkissenauswahl oder einem zentralen Reservierungssystem – umgesetzt wurden. Auch wurden in den vergangenen drei Jahren 15 Millionen Euro in die Neuausstattung der Hotels investiert. Die Modernisierung habe sich wiederum in besseren Bewertungen in Internetforen niedergeschlagen.

Wien ist der Treiber

Der Löwenanteil des Verkehrsbüro-Hotelleriegeschäfts entfällt 2016 mit 97,6 Millionen Euro (+ 5,6 Prozent) auf die 16 Austria Trend Häuser in Wien, aber auch in den zwei internationalen Hotels in Bratislava und Laibach gebe es auf Grund der dortigen positiven Grundstimmung überdurchschnittliche Zuwächse, so der Verkehrsbüro-Chef. In der Bundeshauptstadt, die nach wie vor eine ausgesprochen zugkräftige Destination sei, habe man davon profitiert, dass 2016 keine neuen Hotelketten aufgesperrt haben. Nograsek: „Das Problem in Wien war ja bisher, dass neue Fünf-Sternebetriebe mit Kampfpreisen in den Markt gehen und damit die gesamte Branche unter Druck setzen“. Neben Wien ist bei den Städtetouristen vor allem Salzburg gefragt,  wo sich vier Austria Trend Hotels befinden. Und die zwei touristischen Betriebe in Kitzbühel und Fieberbrunn seien sowohl im Winter als auch im Sommer gut gebucht.

Absolute Spitze zu Silvester

Eine besonders positive Entwicklung gab es in der Bundeshauptstadt im Advent und über Weihnachten: Im Dezember 2016 steigerten die Austria Trend Hotels in Wien den Umsatz auf knapp 9,4 Millionen Euro  bzw. um 13,9 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres; die Nächtigungen legten um 6,3 Prozent zu. Zu Silvester waren die Wiener Austria Trend Betriebe fast vollständig belegt – nämlich zu 97,8 Prozent. Die durchschnittliche Zimmerrate in der Nacht zum Jahreswechsel stieg gegenüber dem 31.12. 2015 um 5,1 Prozent.

Russen kommen wieder

Auch bei den wichtigen Gästegruppen manifestierten sich 2016 positive Tendenzen in Wien: Bei den Nächtigungen von Österreichern gab es etwa im Advent (November und Dezember) in Wien eine Steigerung um 20,3 Prozent auf 56.539 Nächtigungen, die der Deutschen legten um 13,9 Prozent auf 41.776 zu. Besonders starke Zuwächse gab es auch bei den Italienern (+34,1 Prozent), bei den Briten – wenngleich von einem niedrigeren Niveau aus (+ 45,5 Prozent), US-Amerikanern (+ 75,8 Prozent), Franzosen (+ 56,3 Prozent) und Japanern (+ 217,8 Prozent). Sehr positiv bewertet der Verkehrsbüro-Vorstandschef das Plus von 30,8 Prozent bei den russischen Gästen im Advent und über Weihnachten: „Damit sind sie wieder auf dem Niveau von 2014 – und dieser Trend setzt sich jetzt fort“.

Positive Erwartungen für 2017

In Summe verbuchten die 27 Austria Trend Hotels mit 9.386 Betten 2016 rund 2 Millionen Nächtigungen. Für das Jahr 2017 ist Nograsek ebenfalls optimistisch gestimmt. Die touristischen Betriebe in Tirol würden u. a. von der Biathlon-WM in Hochfilzen profitieren; in Wien würden wiederum zahlreiche Kongresse – der größte ist übrigens der Sonderkongress der Zeugen Jehovas mit rund 30.000 Teilnehmern – für volle Betten sorgen. Zuversichtlich macht Nograsek auch der Umstand, dass im Vorjahr die Umsätze bei Meetings und Kongressen im zweistelligen Prozentbereich stark gestiegen sind: „Das ist immer ein Indikator für die Stimmung bei den Unternehmen und die Wirtschaft. Vorausgesetzt die Rahmenbedingungen bleiben so, gehen wir 2017 von einer positiven Entwicklung und einem weiteren Plus aus.“

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